„Sie mag ich – wann kommen Sie wieder?“

Wenn sie so etwas hört, weiß Svenja Karl: Sie hat sich für den richtigen Job entschieden. Die 37-Jährige absolviert eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin bei der Mobilen Pflege der AWO Nordhessen.

 

„Ich wollte unbedingt einen Beruf machen, bei dem man Menschen helfen kann. Als mir dann Freunde, die in der Altenpflege arbeiten, davon erzählt haben, dachte ich, das schaue ich mir bei einem Praktikum mal genauer an.“ Gesagt, getan. Kurze Zeit später meldet sich die alleinerziehende Mutter mit dem ansteckenden Lachen zur Ausbildung an der AWO-Altenpflegeschule in Kassel an.

Als Mutter eines vierjährigen Sohnes hat Svenja das Angebot der AWO, die theoretische und praktische Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren, dankbar angenommen. „Ich bringe Louis zur Kita, dann gehe ich in die Schule bis zum Mittag. Das klappt echt gut und macht mich auch etwas stolz, dass wir beide das so gut hinkriegen.“ Den Praxisteil ihrer Ausbildung leistet Svenja bei der AWO im mobilen Pflegedienst in Kassel. Gemeinsam mit einer examinierten Altenpflegekraft besucht sie täglich bis zu acht Kunden zuhause. „Ich helfe überall da, wo unsere Kunden nicht mehr selbstständig sein können. Ich kann einen großen Teil dazu beitragen, dass sie weiterhin zuhause wohnen bleiben. Das ist ein gutes Gefühl.“ Svenja hilft bei der Körperpflege, beim Ankleiden, auch beim mobil bleiben – und sie hat immer ein offenes Ohr für ihre Schützlinge. „Für manche ist der Pflegedienst der einzige Kontakt, den sie zur Welt da draußen noch haben.“

Wenn Louis etwas älter ist, will Svenja die Ausbildung zur Altenpflegerin anschließen. Auch das ist in Teilzeit möglich. Der mobilen Pflege will sie weiterhin treu bleiben: “Sie sind wie meine große Familie, hier fühle ich mich sehr wohl.“